„Hörbänd“ begeisterte in der ausverkauften Simeonkirche

Vielseitig: Die „Hörband“ bescherte ihren Zuhörern einen eindrucksvollen Konzertabend. | Foto: Sandra C. Siegemund.scs/Löhne. „So plötzlich wie Weihnachten jedes Jahr kommt, ist es auch schon wieder vorbei“, begrüßte Kulturpfarrer Hartmut Birkelbach augenzwinkernd die Gäste in der ausverkauften Simeonkirche. Groß war das Interesse, die Festtage mit der „Hörbänd“ musikalisch ausklingen zu lassen. Und die Besucher wurden nicht enttäuscht. Die fünf Musiker boten A-capella-Musik und Unterhaltung auf hohem Niveau. Auf Einladung der Kirchengemeinde Gohfeld und des Kulturreferats „Kuk!“des Kirchenkreises Vlotho war die Formation aus Hannover zum wiederholten Mal in die Werrestadt gekommen.

Unter dem Titel „Und plötzlich ist Weihnachten vorbei“ begeisterten Lana Sophie Westendorf (Sopran), Friedemann Petter (Tenor), Joshua Bredemeier (Tenor), Silas Bredemeier (Bariton) und Martin „Ohlsen“ Kleine (Bass) ihre Zuhörer, mal klassisch und besinnlich, mal mitreißend und voll heiterem Schwung. Mit ihren vielseitigen Arrangements, witzigen Choreographien und überraschenden Details brachten sie ihr Publikum immer wieder zum Staunen und Lachen. „Dieses ist nicht irgendein Konzert, sondern unser letztes Weihnachtskonzert in diesem Jahr, da weht der Geist der Weihnacht ganz besonders“, sagte Joshua Bredemeier augenzwinkernd.

Für viel Heiterkeit sorgten die besungenen „Weihnachtswunden“, wenn in der Adventszeit zu viel Zimtduft, Lichterglanz und misstönende Blockflötenklänge die Sinne strapazieren. „Sie wollen es doch auch, legen Sie los“, lud Martin Kleine beim „Schneewalzer“ zum Schunkeln ein. Der Aufforderung folgten die Besucher gern. Auch der Ausschnitt aus dem selbst komponierten Weihnachtsmusical, in dem sich die beiden Protagonisten sehnsüchtig ein Pony wünschen, fand viel Anklang. Mit einer beschwingten „Liebe am Glühweinstand“ ging es in die Pause, in der die Kirchengemeinde zum alkoholfreien Punsch einlud.

„Wir sollen mehr klassische Weihnachtslieder singen, hat sich meine Frau gewünscht. Daher haben wir 19 Stück mitgebracht. Ich hoffe, Sie haben viel Zeit“, kündigte Martin Kleine den „musikalischen Adventskalender" an. Nach einer eindrucksvollen Version von „Es ist ein Ros’ entsprungen“ durften die Zuhörer raten, welche 18 Kirchenlieder im folgenden Medley versteckt waren. „Sie sind ein Ausnahmepublikum, Ihnen kann man nichts vormachen. So viele wurden noch nie erraten“, lobte er, nachdem bis auf zwei alle Lieder erkannt wurden. Und seine Bemerkung: „Hier hat der Pfarrer seine Gemeinde gut im Griff“ sorgte für Schmunzeln. Zum Ausklang des kurzweiligen Konzertabends bewies die „Hörbänd“ mit „Wie schön leuchtet der Morgenstern" einmal mehr ihre virtuose Vielseitigkeit. Für den tosenden Applaus bedankten sich die Fünf mit zwei Zugaben. Sie ließen ihre Version von „Alle Jahre wieder“ erklingen, in dieser wünscht sich "Onkel Gerd, dass die Verwandtschaft endlich wieder fährt". Mit der „Liebe am Glühweinstand“ verabschiedeten sie sich von ihren begeisterten Fans in der Werrestadt.