Untersuchung bestätigt: Ferienfreizeiten sind ein attraktives und effektives Handlungsfeld evangelischer Jugendarbeit.

In der Vielzahl der Freizeiten gibt es immer wieder Freizeiten mit besonderen Schwerpunkten. Typische Angebote sind bspw. Kanu-, Ski- oder Kletterfreizeiten.Erneut verleihen Kinder und Jugendliche dem Angebot ev. Ferienfreizeiten in Westfalen und Rheinland eine Bestnote. Aus Sicht der Teilnehmenden haben die Freizeiten unter Einbeziehung von Rubriken wie Atmosphäre, Programm, Betreuungspersonen, Spaß und Gruppenerlebnis die Gesamtnote 1,7 verdient.

 Dies zeigen die jetzt veröffentlichten Ergebnisse einer Untersuchung der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Nordrhein-Westfalen (AEJ-NRW) mit dem Titel „Weil es nicht einfach vom Himmel fällt... - Zur Qualität der Freizeitenarbeit in NRW“. „Die Freizeit war für mich ein Höhepunkt des Jahres.“ 69% der Jugendlichen konnten dieser Aussage bei der Befragung zustimmen. Um ein solches Ergebnis zu erreichen, wird auf gute Rahmenbedingungen geachtet.

So haben 91,1 % der ehrenamtlichen Mitarbeitenden bei Jugendfreizeiten, ihr Alter reicht von 18 bis 24 Jahren, eine formale Aus- oder Fortbildung für die Kinder und Jugendarbeit. Auch das Betreuer-Teilnehmenden-Verhältnis mit 1:3,7 ist sehr gut. Mit diesem intensiven Betreuungsschlüssel heben sich evangelische Freizeiten deutlich von Reisen kommerzieller Anbieter ab. Viele und gleichzeitig qualifizierte Mitarbeitende sind damit ein deutliches Qualitätsmerkmal evangelischer Freizeiten in Westfalen und im Rheinland.

Die Offenheit der Angebote für alle, unabhängig ihres Geschlechts, ihrer Schulbildung, ihrer Herkunft, ihrer Hautfarbe oder ihrer Behinderung, soll in der evangelischen Kinder- und Jugendarbeit Selbstverständlichkeit sein. Für inklusivbedingten Mehraufwand gibt es spezielle finanzielle Förderung: www.juenger-antrag.deDass immerhin 23% der Jugendlichen auf den Freizeiten nicht evangelisch sind, bei Kinderfreizeiten liegt dieser Wert bei 30%, zeigt, dass die Freizeitenangebote über die eigenen Konfessionsgrenzen hinaus für die Zielgruppe attraktiv sind.

90% der Jugendlichen sind zwischen 13 und 17 Jahren alt und die Hälfte von ihnen war zum ersten Mal auf einer Freizeit des Veranstalters dabei. Aus Sicht der Institution Kirche bieten Freizeiten damit eine gute Möglichkeit insbesondere neue und junge Menschen anzusprechen.

Mit 88% ist Deutschland für Kinderfreizeiten immer noch das beliebteste Reiseziel. Bei den Jugendfreizeiten erreicht Deutschland noch 31% gefolgt von Schweden, Italien, Kroatien, Frankreich und den Niederlanden.

Die Ergebnisse zeigen auch, dass es mehr Interesse an Freizeiten gibt, als Plätze zur Verfügung stehen. „Für die Zukunft ist also zu überlegen, ob das Angebot nicht erweitert werden sollte“, bewertet Diakon Thorsten Schlüter vom Amt für Jugendarbeit der EKvW die Ergebnisse. „Die Untersuchung hat uns wichtige Hinweise für die weitere Arbeit geliefert.“, so Schlüter. So gibt es im Bereich der inklusiven Reiseangebote für junge Menschen mit und ohne Behinderung durchaus noch Entwicklungspotential, erklärt Schlüter selbstkritisch.

Die gesamte Untersuchung ist online zugänglich unter: www.juenger-freizeitenservice.de. Weitere Informationen zu den Freizeitangeboten im Kirchenkreis Vlotho unter www.juenger-vlotho.de.

Für die Erhebung wurden 2656 Kinder und Jugendliche sowie 635 Mitarbeitende befragt. Insgesamt nehmen jährlich über 22.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an mehr als 600 gemeldeten Jugenderholungsmaßnahmen der Evangelischen Jugend in NRW teil. Experten vermuten allerdings, dass die reale Zahl noch deutlich darüber liegt. Wissenschaftlich begleitet und ausgewertet wurde die Untersuchung von Prof. Dr. Wolfgang Ilg und Mirjam Rutkowski von der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg.

Diese Datenerhebung ist bislang die bundesweit größte dieser Art eines einzelnen Jugendverbandes.

 

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