Orgelherbst in der Auferstehungskirche: Benefizkonzerte und Orgelpatenschaften zur Renovierung der Ott-Orgel

Erstellt am 17.10.2021

von Gabriela Peschke

Der Herbst ist da - das nutzt die Kirchenmusik an der Auferstehungskirche, um ihre Orgel noch einmal besonders in den Blick zu nehmen: mit einer neunteiligen Veranstaltungsreihe, die bis in die Weihnachtszeit reicht. Und das hat seinen guten Grund. Denn dieses schöne, über 60 Jahre alte Instrument des Orgelbauers Paul Ott, das mit seinen 3.000 Pfeifen schon manche Feierstunde begleitet hat, ist dringend renovierungsbedürftig. "Alle zwanzig Jahre ist eine Reinigung empfohlen", erläutert Kantor József Opicz. Weil das lange aufgeschoben wurde, ist jetzt akuter Handlungsbedarf: Schimmel sitzt auf den Pfeifen, einige mechanische Teile sind deutlich in die Jahre gekommen und letztlich bräuchte der Klang einiger Register eine Verbesserung und Überholung, möglichst so, dass der neobarocken Charakter der Orgel erhalten bleibt.

Die professionelle Reinigung mit Renovierung kostet gut 40.000-50.000 Euro, schätzt der Kantor. Eine Summe, die anteilig durch Spenden aufgebracht werden soll. So hatte József Opicz die Idee, unter den ihm bekannten Organisten für ein Benefiz-Konzert zu werben. "Es gab sofort Zusagen", freut er sich. Und so sind Doo-Jin Park und Ulfert Schmidt genauso mit dabei wie Danny S. Neumann und Heinz-Hermann Grube. "Das Programm reicht von Jazzmusik über Klassiker wie Beethoven oder Edward Elgar bis hin zu traditioneller Advents- und Weihnachtsmusik. Eine Konzertlesung ist genauso vorgesehen wie die Zusammenarbeit mit Posaunenchor und Kantorei. Schon die erste der neun Veranstaltungen, der musikalische Gottesdienst am Erntedankfest, bei dem die lettische Saxophonistin Santa Bukovska Orgelklänge begleitet hat, sei ein voller Erfolg gewesen, freut sich Kantor Opicz.

Besonders dankbar ist er dem Freundeskreis für Kirchenmusik, der die Konzertreihe unterstützt. "Durch unseren Zuschuss können die Eintrittspreise überschaubar bleiben", erklärt die Vorsitzende des Vereins Regine Köster. Der Freundeskreis unterstützt seit über vierzig Jahren die Kirchenmusik an der Auferstehungskirche, in der Regel werden bis zu zehn Konzerte pro Jahr gefördert.

Orgelliebhaber József Opicz hatte noch eine weitere Idee, um Mittel für die Renovierung aufzubringen: "Wir bieten sogenannte Pfeifen-Patenschaften an", stellt er in Aussicht. Das bedeutet: Wer eine Pfeife, eine Pfeifengruppe oder womöglich ein ganzes Register sponsern möchte, kann mit einem Betrag ab fünf Euro zur Instandsetzung beitragen. Die Gönner erhalten eine Urkunde und bekommen "ihre" Pfeife vom Organisten gezeigt, nach Wunsch werden auch die Pfeifen angespielt. "Auch Arbeitsgruppen, Schulklassen oder Vereine können sich beteiligen", wirbt József Opicz für die Aktion.

Freuen sich auf den Orgelherbst und die Sanierung der Ott-Orgel (von links): Birgit Kuhlmeier (Presbyterium), József Opicz (Kantor) und Regine Köster (Freundeskreis Kirchenmusik)

Programmflyer mit allen Konzerten:

Orgelpatenschaften für die Renovierung

Wer für die Renovierung der Orgel spenden möchte, kann dies auch über folgende Kontoverbindung tun:

Bank für Kirche und Diakonie, Dortmund
IBAN DE80 3506 0190 2007 2370 25
Kontoinhaber: Ev. Kirchenkreis Vlotho
Verwendungszweck: BO Altstadt - Orgelrenovierung