Gegenseitiges Geben und Nehmen

Erstellt am 28.08.2019

Schulung für ehrenamtliche Besuchsdienste startet im September

Wer ehrenamtlich Menschen im Krankenhaus, Altenheim oder in einer Kirchengemeinde besuchen und ein Stück begleiten möchte, kann sich ab September dafür ausbilden lassen. Der Evangelische Kirchenkreis Vlotho bietet eine Basisschulung für den Besuchsdienst an. An fünf Terminen lernen die Teilnehmer die Grundlagen für angehende Besucherinnen und Besucher. In den Ausbildungsmodulen werden Themen wie Kommunikation, Ängste, Spiritualität und Selbstfürsorge angesprochen.

Zum ersten Mal wird die Schulung für Gemeinden, Altenheime und Kliniken gemeinsam durchgeführt. „Wir schulen in die Breite, denn die Grundlagen gelten für alle Bereiche. Die Spezialisierung folgt erst am Ende. So können sich Interessierte im Laufe der Ausbildung für ihr Einsatzgebiet entscheiden“, sagte Diakonin Ina Rohleder, Beauftragte des Kirchenkreises für die Besuchsdienste.

„Wer hier zur Reha ist und keine Angehörigen oder Freunde in der Nähe hat, hat oft Gesprächsbedarf“, sagte Pfarrerin und Klinikseelsorgerin Antje Eltzner-Silaschi. „Außerdem freuen sich die Patienten über Unterstützung bei kleinen Einkäufen und Erledigungen.“ Auch in den Krankenhäusern und Kliniken sind viele Menschen über eine helfende Hand dankbar. „Und für ein offenes Ohr. Viele möchten sich etwas von der Seele reden, was die Nahestehenden vielleicht nicht aushalten oder schon zig Mal gehört haben. In der Schulung wappnen wir die Ehrenamtlichen dafür, dass sie aushalten können, worüber gesprochen wird“, sagte Krankenhausseelsorgerin und Pfarrerin Gesina Prothmann.


„In den Gemeinden geht es vor allem darum, Zeit zu spenden“, betonte Ina Rohleder. „Während der Ausbildung lernen die Teilnehmer, mit sensiblen Themen wie Alter, Einsamkeit, Demenz und Sterben umzugehen.“ Die selbstständige Zeiteinteilung im Besuchsdienst ist ein Vorteil für die Ehrenamtlichen. „Sie bestimmen selbst, wie viel Zeit sie investieren“, so die Koordinatorin der Schulung. „Und sie geben nicht nur, sondern bekommen auch etwas zurück. Sie erleben Sinnhaftigkeit und erfahren, dass die Begleitung auch ihnen selbst gut tut“, sagte Ina Rohleder. Zukünftig soll zweimal pro Jahr eine Schulungsreihe angeboten werden, „im Herbst vormittags, im Frühjahr abends“, kündigte sie an.

Der erste Termin der Schulung findet am 17. September von 9 bis 12 Uhr im Kreiskirchenamt in Bad Oeynhausen, Lennéstraße 3, statt. Anmeldungen und weitere Informationen bekommen Interessierte bei Ina Rohleder unter der Telefonnummer 05731 – 180521 oder per Mail (irohlederdontospamme@gowaway.kirchenkreis-vlotho.de). Als Dozenten sind neben Antje Eltzner-Silaschi, Gesina Prothmann und Ina Rohleder u.a. auch Uwe Rosner, Antje Freitag, Bernd Kollmetz und Elisabeth Arning tätig. Genauere Informationen sind auch in den Flyern, die im Kreiskirchenamt und in den Kirchengemeinden ausliegen, sowie auf der Webseite des Kirchenkreises Vlotho (www.kirchenkreis-vlotho.de) zu finden.

Zeit spenden: Antje Eltzner-Silaschi (v.l.), Gesina Prothmann und Ina Rohleder werben für die im September beginnende Schulung für zukünftige Ehrenamtliche im Besuchsdienst.