Coronavirus-Pandemie im Kirchenkreis Vlotho

Corona-Schutz-Empfehlungen in der Ev. Kirche von Westfalen ab dem 15. Februar 2021

Perspektive kirchlichen Lebens

Die Evangelische Kirche von Westfalen ist sich ihrer besonderen Verantwortung für den Schutz des Lebens und der „Nächsten“ bewusst. Ziel aller im Folgenden beschriebenen Maßnahmen ist es, Infektionsrisiken zu minimieren, damit Gottes­diens­te und kirchliche Veranstaltungen nicht zu Infektionsherden werden und mit den bewährten Schutzkonzepten zugleich in einem geregelten Verfahren wieder aufgenommen bzw. weitergeführt werden können.

§ 1 Abs. 3 der CoronaSchVO in der ab dem 14. Februar 2021 gültigen Fassung macht inzidenzwertunabhängig einschränkende Vorgaben für die Durchführung von Gottesdiensten und religiösen Versammlungen:

  1. Die Kirchen entscheiden orientiert an den Regelungen der jeweils aktuellen CoronaSchVO und unter Berücksichtigung des lokalen Infektionsgeschehens, inwieweit Versammlungen in Präsenz durchgeführt werden können,
  2. und informieren die vor Ort zuständigen Behörden.
  3. Sie sichern die Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 m und
  4. begrenzen die Teilnehmendenzahl. Die mögliche Teilnehmendenhöchstzahl richtet sich jeweils danach, wie viele Menschen in dem betreffenden Raum den geforderten Abstand einhalten können. Die Obergrenze liegt für Gottesdienst in Kirchen (und anderen Räumen) bei 250 Teilnehmenden und bei Gottesdiensten unter freiem Himmel bei 500 Teilnehmenden.
  5. Sie führen ein Anmeldeerfordernis für solche Zusammenkünfte ein, bei denen Besucherzahlen zu erwarten sind, die zu einer Auslastung der Kapazitäten führen könnten,
  6. verpflichten die Teilnehmenden zum Tragen einer medizinischen Maske auch am Sitzplatz (OP-Maske, Masken des Standards FFP2 bzw. KN95/N95),
  7. erfassen die Kontaktdaten der Teilnehmenden und
  8. verzichten auf Gemeindegesang.
  9. Weiterhin regelt § 1 Abs. 3 der CoronaSchVO, dass Kirchen und Religionsgemeinschaften, die keine dementsprechenden Regelungen vorlegen, „Zusammenkünfte mit mehr als zehn Teilnehmenden spätestens zwei Werktage im Voraus bei der zuständigen Behörde anzuzeigen“ haben und die §§ 2 bis 4a CoronaSchVO zu berücksichtigen sind.

Die nachfolgenden Leitlinien stehen unter dem Vorbehalt, dass sich die Konferenz der Superintendentinnen und Superintendenten gemeinsam mit der Landeskirche über den Eintritt des jeweiligen Szenarios verständigt haben und die jeweils geltenden Corona-Verordnungen und Allgemeinverfügungen die entsprechenden Versammlungen zulassen. Die nachgenannten Inzidenzwerte beziehen sich auf die jeweiligen Landkreise oder kreisfreien Städte (vgl. https://www.giscloud.nrw.de/corona-dashboard.html) und verstehen sich als Orientierungsgrößen für die regionalen und/oder lokalen kirchlichen Entscheidungen. Verbindliche staatliche Inzidenzwert-Vorgaben sind zu beachten.

Um eine verlässliche Nach- und Rückverfolgung von Corona-Neuinfektionen gewährleisten zu können und die Möglichkeiten der Krankenhäuser sowie insbesondere deren Intensivkapazitäten nicht zu überlasten, gilt der Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen in 7 Tagen je 100.000 Einwohner aus virologischer und politischer Sicht als entscheidender Richtwert für die Wiederaufnahme von Präsenzgottesdiensten und Konfirmandenarbeit nach dem Ende des NRW-landesweiten Lockdown. Alle weiteren kirchlichen Veranstaltungen in physischer Präsenz sind aktuell untersagt. Eine Wiederaufnahme steht unter dem Vorbehalt der Änderung der CoronaSchVO. Es ist zu vermuten, dass diese ab einem Inzidenzwert von 35 als Richtwert wieder stattfinden können.

Die Handlungsorientierung für einen Inzidenzwert von „unter 50“ gilt, wenn sich der Inzidenzwert in den vergangenen 7 Tagen konstant und auch weiterhin erwartbar unter dem Inzidenzwert von 50 bewegt. Entsprechendes gilt im Blick auf darunter liegende Inzidenzwerte. Die Presbyterien entscheiden entsprechend dem jeweiligen Szenario in eigener Verantwortung. Ein abgestimmtes Vorgehen in den Kirchenkreisen ist anzustreben.

Nach § 1 Abs. 3 sind Kirchen und Religionsgemeinschaften verpflichtet, ihre Schutzkonzepte den zuständigen Ordnungsbehörden vorzulegen. Für Kirchengemeinden der Evangelischen Kirche von Westfalen gilt, dass diese die zuständigen lokalen Ordnungsbehörden einmalig in Absprache mit den Superintendentinnen und Superintendenten darüber informieren, ob und in welchem Umfang sie Gottesdienste in Präsenz durchzuführen gedenken. Auf Anfrage legen sie den lokalen Behörden auch ihre Schutzkonzepte (ergänzt um das Tragen von medizinischen Masken, s. oben Punkt 6) vor.

Die hier aufgeführten Handlungsleitlinien sollen ab 15. Februar 2021 gemäß dem lokalen Infektionsgeschehen angewendet werden. Dabei sind die jeweils geltenden Corona-Schutzverordnungen zu beachten. Diese Leitlinien geben den Kirchengemeinden und Kirchenkreisen eine Orientierungshilfe, gemäß der jeweiligen Lage vor Ort zu entscheiden und regionale Besonderheiten zu berücksichtigen.

Nach der gegenwärtigen Sachlage (15.02.2021) sind die Rahmenbedingungen für Szenario 1 erfüllt. Die Handlungsempfehlungen gelten entsprechend.

Szenario 1 | Lockdown in ganz NRW

Situation

Verlängerung oder Verschärfung bzw. Wiederaufnahme des Lockdown für das Gebiet Nordrhein-Westfalens gemäß CoronaSchVO (Kontaktreduzierung, Distanzun­terricht, ein Haushalt plus eine Person im öffentlichen Raum, Shutdown der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens usw.)

Empfehlung

Die Evangelische Kirche von Westfalen empfiehlt ihren Kirchenkreisen und Kirchengemeinden, auf alle Präsenzveranstaltungen (einschl. Gottesdienst mit Ausnahme der kirchlichen Bestattungen) für die Dauer des Lockdown zu verzichten.

Im Fokus kirchlicher Arbeit stehen digitale Verkündigungsformate, analoge Verkündigungsformate in Nichtpräsenz (Mailing-Aktion, Newsletter, Telefongottesdienste u.a.), offene Kirchen, Kontaktpflege in Nichtpräsenz (insbesondere zu Kindern und Jugendlichen, Kranken und Einsamen), Seelsorge im 1:1-Kontakt, nach Möglichkeit die Seelsorge in Einrichtungen u.a. Im Dienst der Verkündigung und der Seelsorge werden insbesondere die bewährten nicht präsentischen Formate gepflegt und weiter ausgebaut. Der Verzicht auf Präsenzveranstaltungen schließt die Konfirmandenarbeit auch dann ausdrücklich ein, wenn für den Schulbereich andere Regelungen getroffen sind.

Für Gottesdienste gilt während des fortgesetzten NRW-landesweiten Lockdown die folgende regionale Ausnahmeregelung: Sofern Inzidenzwerte in bestimmten Regionen (Landkreise und kreisfreie Städte) in den vergangenen 7 Tagen konstant und auch weiterhin erwartbar unter 50 liegen, können die dortigen Kirchengemeinden nach sorgsamer Prüfung und in Abstimmung mit den Superintendentinnen und Superintendenten mit den bewährten Schutzkonzepten Gottesdienste in Präsenz feiern. Taufen und Trauungen sind je nach örtlichen Gegebenheiten mit Schutzkonzept entsprechend der Vorgaben der jeweils aktuell geltenden Schutzver­ord­nung möglich (z.B. Einhaltung des Abstandsgebots, Tragen von medizinischen Masken, Rückverfolgbarkeit).

Szenario 2 | Lockdown in einzelnen Regionen

Situation

Verlängerung oder Verschärfung bzw. Wiederaufnahme des Lockdown für einzelne Landkreise und kreisfreie Städte innerhalb Nordrhein-Westfalens gemäß CoronaSchVO (Kontaktreduzierung, Distanzunterricht, ein Haushalt plus eine Person im öffentlichen Raum, Shutdown der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens usw.)

Empfehlung

Die Evangelische Kirche von Westfalen empfiehlt ihren Kirchenkreisen und Kirchengemeinden in der betreffenden Region (Landkreise und kreisfreie Städte), auf alle Präsenzveranstaltungen (einschl. Gottesdienst mit Ausnahme der kirchlichen Bestattungen) für die Dauer des Lockdown zu verzichten.

Im Fokus kirchlicher Arbeit stehen digitale Verkündigungsformate, analoge Verkündigungsformate in Nichtpräsenz (Mailing-Aktion, Newsletter, Telefongottes­dienste u.a.), offene Kirchen, Kontaktpflege in Nichtpräsenz (insbesondere zu Kindern und Jugendlichen, Kranken und Einsamen), Seelsorge im 1:1-Kontakt, nach Möglichkeit die Seelsorge in Einrichtungen u.a. Im Dienst der Verkündigung und der Seelsorge werden insbesondere die bewährten nicht präsentischen Formate gepflegt und weiter ausgebaut. Der Verzicht auf Präsenzveranstaltungen schließt die Konfirmandenarbeit auch dann ausdrücklich ein, wenn für den Schulbereich andere Regelungen getroffen sind.

Szenario 3 | Ohne Lockdown

Situation

Gesellschaftliches Leben „mit Corona“ ohne Lockdown – weder landesweit noch regional – unter Einhaltung der Maßgaben zum Infektionsschutz gemäß CoronaSchVO (Tragen von medizinischen Masken, Einhaltung des Abstandsgebots, Nach- und Rückverfolgung u.a.)

Empfehlung

Kirchliches Leben „mit Corona“ orientiert sich innerhalb der Evangelischen Kirche von Westfalen an den Inzidenzwerten in den Kommunen und an den örtlichen Gegebenheiten. Seine praktische Ausgestaltung geschieht unter Beachtung der CoronaSchVO in der jeweils aktuellen Fassung sowie der kommunalen Verordnungen.

Grundsätzlich gilt die Empfehlung zum Verzicht auf sämtliche Präsenzveranstaltungen in den Kirchenkreisen und Kirchengemeinden bei einem Inzidenzwert von über 50. Die bewährten nicht präsentischen Formate der Verkündigung und Seelsorge werden gepflegt. Bei Inzidenzwerten, die in den vergangenen 7 Tagen konstant und auch weiterhin erwartbar unter 50 liegen, finden Gottesdienste und Konfirmandenarbeit mit den bewährten Schutzkonzepten und unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten in Präsenz statt. Vorbehaltlich einer Änderung der aktuell geltenden CoronaSchVO kann bei Inzidenzwerten, die in den vergangenen 7 Tagen konstant und auch weiterhin erwartbar unter 35 liegen, auch das weitere kirchliche Leben mit den bewährten Schutzkonzepten in Präsenz stattfinden. Die Schutzkonzepte werden gemäß den Bestim­mungen der CoronaSchVO in der jeweils aktuellen Fassung sowie der kommunalen Verordnungen fortlaufend aktualisiert.

 

 

Handlungsperspektiven für kirchliches Leben in der Corona-Pandemie

Gottesdienstliche Praxis

Inzidenzwert über 50

Verzicht auf Gottesdienste in physischer Präsenz mit Ausnahme kirchlicher Bestattungen. Das gottesdienstliche Angebot konzentriert sich auf nicht präsentische Formate.

Inzidenzwert unter 50

Gottesdienste in physischer Präsenz einschließlich Kindergottesdienst, Taufen und Trauungen je nach örtlichen Gegebenheiten mit Schutzkonzept entsprechend der Vorgaben der jeweils aktuell geltenden Schutzverordnung (z.B. Einhaltung des Abstandsgebots, Tragen von medizinischen Masken, Rückverfolgbarkeit). Gemeindegesang sowie Chor- und Ensemblemusik sind grundsätzlich möglich, sofern nicht gesetzlich untersagt.

 

Kirchenmusikalische Praxis

Inzidenzwert über 35

Verzicht auf kirchenmusikalische Praxis in physischer Präsenz. Das kirchenmusikalische Angebot konzentriert sich auf nicht präsentische Formate.

Inzidenzwert unter 35

Kirchenmusikalische Praxis im Proben- und Aufführungsbetrieb mit Schutzkonzept entsprechend der Vorgaben der jeweils aktuell geltenden Schutzverordnung (z.B. Einhaltung des Abstandsgebots, Tragen von medizinischen Masken, Rückverfolgbarkeit).

 

Konfirmandenarbeit

Inzidenzwert über 50

Verzicht auf Konfirmandenarbeit in physischer Präsenz. Die Konfirmandenarbeit konzentriert sich auf nicht präsentische Formate.

Inzidenzwert unter 50

Konfirmandenarbeit mit Schutzkonzept entsprechend der Vorgaben der jeweils aktuell geltenden Schutzverordnung (z.B. Einhaltung des Abstandsgebots, Tragen von medizinischen Masken, Rückverfolgbarkeit).

 

Konferenzbetrieb: Presbyterium, Ausschüsse, Synoden

Inzidenzwert über 35

Verzicht auf Konferenzbetrieb in Präsenz. Stattdessen werden nicht präsentische Formate (Telefon- und Videokonferenz, digitale Synode, praktischer Konsens) genutzt.

Inzidenzwert unter 35

Konferenzbetrieb mit Schutzkonzept entsprechend der Vorgaben der jeweils aktuell geltenden Schutzverordnung (z.B. Einhaltung des Abstandsgebots, Tragen von medizinischen Masken, Rückverfolgbarkeit).

 

Erwachsenenbildung und weitere Bildungsangebote

Inzidenzwert über 35

Verzicht auf Bildungsangebote in Präsenz, sofern diese nicht unter CoronaSchVO fallen. Stattdessen werden nicht präsentische Formate genutzt.

Inzidenzwert unter 35

Angebote der Erwachsenenbildung und weitere Bildungsangebote können in Präsenz mit Schutzkonzept entsprechend der Vorgaben der jeweils aktuell geltenden Schutzverordnung (z.B. Einhaltung des Abstandsgebots, Tragen von medizinischen Masken, Rückverfolgbarkeit).

 

Gruppen und Kreise

Inzidenzwert über 35

Gruppen und Kreise finden vorläufig nicht in Präsenz statt. Nicht präsentische Formate werden im Interesse der Vergemeinschaftung und der Kontaktpflege genutzt (oder entwickelt).

Inzidenzwert unter 35

Gruppen und Kreise finden regulär mit Schutzkonzept entsprechend der Vorgaben der jeweils aktuell geltenden Schutzverordnung (z.B. Einhaltung des Abstandsgebots, Tragen von medizinischen Masken, Rückverfolgbarkeit).

 

Größere Veranstaltungen: Einführungen, Verabschiedungen, Festivitäten usw.

Inzidenzwert über 35

Größere Veranstaltungen finden vorläufig nicht in Präsenz statt.

Inzidenzwert unter 35

Größere Veranstaltungen können mit Schutzkonzept entsprechend der Vorgaben der jeweils aktuell geltenden Schutzverordnung (z.B. Einhaltung des Abstandsgebots, Tragen von medizinischen Masken, Rückverfolgbarkeit) stattfinden.

Empfehlung der Evangelischen Kirche von Westfalen: Präsenz-Gottesdienste sollen bis Ende Januar nicht stattfinden

Erstellt am 08.01.2021

Corona-Handlungsempfehlungen der Evangelischen Kirche von Westfalen bis zum 31. Januar 2021

Die am 13. Dezember 2020 von Bundesregierung und Landesregierungen getroffenen Entscheidungen und die am 5. Januar 2021 noch einmal verschärften Maßnahmen, das öffentliche und auch das private Leben in Deutschland sehr weitgehend einzuschränken, sind vor dem Hintergrund einer dynamischen Entwicklung der Corona-Pandemie erfolgt, die unser Gesundheitssystem an die Belastungsgrenze zu bringen droht. Angesichts dessen ist der Kern aller Maßnahmen, Kontakte und Begegnungen von Menschen massiv zu reduzieren und wo immer möglich darauf zu verzichten.

Die Evangelische Kirche von Westfalen hält es angesichts der gegenwärtigen und deutlich veränderten Lage – trotz der bisher bewährten Schutzkonzepte – für ein Gebot der Vernunft, auf Versammlungen von Menschen weiterhin zu verzichten, um Menschen nicht zu gefährden. Die Empfehlungen vom 15. Dezember 2020 gelten daher zunächst bis einschließlich 31. Januar 2021 weiter.

1. Gottesdienste

Wir empfehlen Kirchengemeinden dringend, weiterhin auf alle Präsenzgottesdienste und andere kirchliche Versammlungen (in Gebäuden und unter freiem Himmel) zu verzichten.

Viele Gemeinden bieten Gottesdienste im Internet an. Darüber hinaus können Gottesdienste im Fernsehen und in den Programmen des Rundfunks mitgefeiert werden. Vielerorts werden Kirchen als Orte der Stille und des Gebets geöffnet sein.

2. Offene Kirchen

Wir empfehlen, die Möglichkeiten „Offener Kirchen“ als Angebote in den Kirchenkreisen und Kirchengemeinden in dieser Zeit in besonderer Weise zu nutzen. Bei der konkreten Umsetzung ist darauf zu achten, dass sich die Kirchenöffnung - auch an Sonn- und Feiertagen - nicht als ein reduzierter Gottesdienst mit verkürzter Liturgie darstellt bzw. als solcher umgesetzt wird. Nähere Informationen dazu, wie in Zeiten der Corona-Pandemie eine Kirchenöffnung möglich und durchführbar ist, finden Sie unter www.offene-kirchen.info. Für weitere Auskünfte und Beratung steht Ihnen Pfarrer Andreas Isenburg im Institut für Gemeindeentwicklung und missionarische Dienste zur Verfügung.

3. Seelsorge

Seelsorgliche Besuche in Krankenhäusern sowie in Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie Hausbesuche bleiben unter Berücksichtigung der entsprechenden Schutzvorkehrungen nach Maßgabe der CoronaSchVO zulässig (§ 5 Abs. 1).

Auf Präsenzgottesdienste in Krankenhäusern sowie in Alten- und Pflegeeinrichtungen wird verzichtet. In Alten- und Pflegeeinrichtungen sind kleine liturgische Formen unter Einhaltung des Schutzkonzeptes und strenger Hygienemaßnahmen (Schnelltest, FFP-2-Maske) innerhalb der Wohnbereiche möglich, wo dies von den Heimleitungen ausdrücklich gewünscht bzw. unterstützt wird und insofern der übliche Kontaktbereich – bis auf die Anwesenheit der Seelsorgerin bzw. des Seelsorgers – nicht erweitert wird. Der Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der Mitarbeitenden hat in jedem Fall oberster Priorität.

4. Bestattungen

Gottesdienstliche Bestattungen im Kreis der nahen Angehörigen finden weiterhin gemäß den Bestimmungen der CoronaSchVO statt. Dabei gilt es insbesondere zu beachten, dass die zuständigen Behörden über das Schutzkonzept informiert sind, dass der Mindestabstand von 1,5 m von allen Teilnehmenden (mit Ausnahme der nahen Zu- und Angehörigen) eingehalten werden kann und dass die besondere Rückverfolgbarkeit in Gebäuden (Sitzplan) sowie die einfache Rückverfolgbarkeit außerhalb von Gebäuden gewährleistet sind. Maskenpflicht besteht für den Innen- wie für den Außenbereich. Auf Gemeindegesang wird verzichtet. Eine absolute Begrenzung der Zahl der Trauergäste ist nicht festgelegt, sie kann sich jedoch aus dem Abstandsgebot und dem zur Verfügung stehenden Raum ergeben.

5. Veranstaltungen

Sämtliche Veranstaltungen sowie Gruppen und Kreise finden bis einschließlich 31. Januar 2021 nicht als Präsenzveranstaltungen statt. Auch die landeskirchlichen Tagungshäuser sind bis dahin geschlossen.

6. Konfirmandenarbeit

Im Interesse des Infektionsschutzes und der Kontaktreduzierung findet der Konfirmandenunterricht in physischer Präsenz bis zum 31. Januar 2021 nicht statt. Stattdessen sollen weiterhin digitale Formen gesucht und entsprechende Angebote gemacht werden. Exemplarisch wird auf die Möglichkeiten der KonApp hingewiesen. Auch das Pädagogische Institut hat einiges im Angebot. Insofern zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht abzusehen ist, wie sich das Pandemiegeschehen entwickelt, wird empfohlen, vor Ort Konzepte zur Fortführung der Konfirmandenarbeit in physischer und nichtphysischer Präsenz (weiter) zu entwickeln. Für Rückfragen und Fortbildungsangebote steht weiterhin Dr. Iris Keßner im Pädagogischen Institut zur Verfügung.

7. Angebote der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Selbsthilfe

Nach § 7 Abs. 1 sind Angebote der Kinder- und Jugendsozialarbeit untersagt. Dringend erforderliche Betreuungsangebote in Einzelbetreuung sind nach Abs. 1a ausdrücklich zulässig und können in Präsenz stattfinden. Das Gleiche gilt für über eine Einzelbetreuung hinausgehende Hilfen und Leistungen gemäß § 8a und §§ 27 ff. des Achten Buches Sozialgesetzbuch (Schutz bei Kindeswohlgefährdung, Hilfe zur Erziehung, Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche, Hilfe für junge Volljährige) unter Beachtung der §§ 2 bis 4a der CoronaSchVO. Wir empfehlen, den damit eröffneten Handlungsspielraum auszuschöpfen und die Bedarfe von Kindern und Jugendlichen in dieser Phase in besonderer Weise im Blick zu behalten. Medizinisch oder therapeutisch gebotene Angebote der Selbsthilfe können unter Beachtung der Regelungen der §§ 2 bis 4a der CoronaSchVO ebenfalls in Präsenz stattfinden.

Empfehlungen der Evangelischen Kirche von Westfalen (15.12.2020)

Weihnachten 2020 fällt nicht aus, wird aber ganz anders!

Zu keiner anderen Zeit im Jahr nehmen Menschen das Angebot, Gottesdienst zu feiern, so gern und in so großer Zahl wahr wie zum Weihnachtsfest.

Vor diesem Hintergrund hat in der Ev. Kirche von Westfalen in den letzten Tagen ein intensiver und kontroverser Beratungsprozess zu den Gottesdiensten an den bevorstehenden Feiertagen stattgefunden. Schweren Herzens haben sich die Superintendent*innen und der Krisenstab der EKvW zu folgenden Überlegungen und Empfehlungen durchgerungen:

1. Die am 13.12.2020 von Bundesregierung und Landesregierungen getroffenen Entscheidungen, das öffentliche und auch das private Leben in Deutschland sehr weitgehend einzuschränken, sind vor dem Hintergrund einer dynamischen Entwicklung der Corona-Pandemie erfolgt. Die sehr hohen Infektionszahlen zeigen, dass die Pandemie derzeit außer Kontrolle ist.

2. Im medizinischen Bereich, insbesondere in den Intensivstationen, führt die weiterhin steigende Zahl von Patienten vielerorts zu massiven Problemen und an die Grenzen des Leistbaren.

3. Angesichts dessen ist der Kern aller Maßnahmen, Kontakte und Begegnungen von Menschen massiv zu reduzieren und, wo immer möglich, darauf zu verzichten.

4. Den Kirchen ist aufgrund der Religionsfreiheit in Deutschland das Feiern von Gottesdiensten dennoch nicht untersagt worden.

5. Die Ev. Kirche von Westfalen hält es angesichts der gegenwärtigen und deutlich veränderten Lage - trotz der bisher bewährten Schutzkonzepte - für ein Gebot der Vernunft, auf Versammlungen von Menschen möglichst zu verzichten, um Menschen nicht zu gefährden. Darin erkennen wir - im Respekt vor den Entscheidungen anderer Landeskirchen und Bistümer - zu diesem Weihnachtsfest unseren Auftrag, der Liebe Gottes zu den Menschen zu entsprechen.

6. Deshalb empfehlen wir den Kirchengemeinden in der EKvW dringend, ab sofort und über die Weihnachtsfeiertage - voraussichtlich - bis zum 10.01.2021 auf alle Präsenzgottesdienste und andere kirchliche Versammlungen (in Gebäuden und unter freiem Himmel) zu verzichten.

7. Wir danken den vielen Haupt- und Ehrenamtlichen, die in den letzten Wochen mit sehr hohem Einsatz Gottesdienste in neuen Formaten und mit sehr aufwändigen Konzepten vorbereitet haben. Ihnen gilt unser Respekt. Gerade mit Blick auf ihr Engagement ist uns die Entscheidung zusätzlich schwer geworden.

8. Viele Gemeinden bieten Gottesdienste im Internet an (eine Übersicht gibt's vor den Feiertagen unter www.evangelisch-in-westfalen.de) Darüber hinaus können Gottesdienste im Fernsehen und in den Programmen des Rundfunks mitgefeiert werden.

9. Vielerorts werden Kirchen als Orte der Stille und des Gebets geöffnet sein.

10. Pfarrerinnen und Pfarrer und viele Ehrenamtliche sind erreichbar für Menschen, die einsam sind.

11. Gottesdienstliche Bestattungen finden weiterhin gemäß den Bestimmungend der geltenden CoronaSchVO statt.
Weil Gott in die Welt und zu den Menschen kommt, wird es Weihnachten - auch in diesem Jahr!

Annette Kurschus, Präses

Empfehlungen der Evangelischen Kirche von Westfalen (02.12.2020)

Durch das Inkrafttreten der neuen Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO) für das Land NRW in der ab 1. Dezember 2020 geltenden Fassung ergeben sich keine gravierenden Änderungen für die kirchlichen Handlungsfelder gegenüber der bisherigen Fassung der CoronaSChVO. Da das Infektionsgeschehen keine Trendwende erkennen lässt, gelten die landeskirchlichen Empfehlungen für November mit wenigen Ausnahmen bis zum 20. Dezember 2020 weiter. Anbei einige konkrete Hinweise und Handlungsempfehlungen:

„Die Regelungen für Gottesdienste laut § 3 Abs. 1 sind in der neuen Fassung der CoronaSchVO unverändert. Sie finden weiterhin unter Wahrung der jeweiligen Schutzkonzepte statt. Die landeskirchlichen Empfehlungen für November bleiben weiterhin leitend. Das heißt: Gottesdienste (einschließlich Kindergottesdienste) können weiterhin im Sinne eines Grundangebots als Präsenzveranstaltungen stattfinden. Bei der Durchführung ist die Umsetzung des gültigen Schutzkonzeptes zu gewährleisten (insbesondere Mund-Nase-Schutz, Mindestabstand, besondere Rückverfolgung mit Sitzplan, kein Gemeindegesang). Nicht stattfinden sollen Gottesdienste, die anlässlich von Jubiläen, Einführungen, Verabschiedungen und ähnlichen Gelegenheiten eine besondere Öffentlichkeit ansprechen und einladen. Grundsätzlich empfehlen wir, digitale Möglichkeiten der Teilnahme wieder verstärkt anzubieten, um die Zahl der physischen Kontakte möglichst einzuschränken.“ Für Gottesdienst und Kirchenmusik an den Festtagen (Heiligabend, 1. und 2. Weihnachtsfeiertag) gilt die folgende mit den drei Landeskirchen in NRW getroffene Übereinkunft:

  • Der Besuch an Weihnachtsgottesdiensten ist nur nach Anmeldung und Bestätigung der Anmeldung durch die Kirchengemeinde möglich. Eine spontane Teilnahme ohne Anmeldung ist auszuschließen. Dies gilt für Gottesdienste in der Kirche (und anderen Räumen) ebenso wie für Gottesdienste unter freiem Himmel. Wer Erkältungssymptome hat, kann nicht an den Gottesdiensten teilnehmen.
  • Die Einhaltung der Abstands- und Hygiene-Regeln wird gewährleistet. Die maximale Teilnehmendenzahl ist abhängig von den räumlichen Gegebenheiten vor Ort und ergibt sich aus der Formel „Raum durch Abstand gleich maximale Teilnehmendenzahl“. Die Obergrenze liegt für Gottesdienst in Kirchen (und anderen Räumen) bei 250 Teilnehmenden und bei Gottesdiensten unter freiem Himmel bei 500 Teilnehmenden.
  • Geregelte Zu- und Abgänge zu Gottesdiensten in Kirchen wie unter freiem Himmel sind zu gewährleisten.
  • Das Tragen von Schutzmasken ist auch am Platz und bei Freiluftgottesdiensten obligatorisch.
  • Die besondere Rückverfolgbarkeit (Sitzplan) der Teilnehmenden an Gottesdiensten in Kirchen (oder anderen Räumen) und die einfache Rückverfolgung unter freiem Himmel werden sichergestellt.
  • Kirchenmusikalische Beiträge sind derzeit nur im Gottesdienst möglich, nicht in separaten Konzerten oder anderen Veranstaltungen (z.B. „offenes Adventssingen). Im Gottesdienst sind sie aber als konstitutiv für die Religionsausübung anerkannt.
  • Für kirchenmusikalische Beiträge (sowohl Gesang als auch Instrumente, z.B. Blasinstrumente) gilt die aktuelle Empfehlung des Corona-Stabs der Evangelischen Kirche von Westfalen:
    - Für Musikgruppen im Gottesdienst bis 20.12.: maximal sechs Personen
    - Für Musikgruppen im Gottesdienst an Heiligabend und Weihnachten: maximal sechs bis acht Personen
    - Für Bläsergruppen draußen (vor Kirchen, Altenheimen, Krankenhäusern etc.): maximal acht Personen
    Chorproben sind dann möglich, wenn diese gezielt die musikalische Gestaltung von Gottesdiensten im Advent und an Weihnachten vorbereiten. Allerdings sollten nur die an den Chorproben teilnehmen, die dann auch in den Gottesdiensten mitwirken. Eine allgemeine kirchenmusikalische Probenarbeit ist nicht möglich.
  • Krippenspiele als Elemente von Heiligabend- oder Weihnachtsgottesdiensten sind unter Einhaltung der Abstands-und Hygieneregeln möglich. Auch Proben für ein Krippenspiel, das unter Abstands-und Hygieneregeln eingeübt wird und in Gottesdiensten zur Aufführung kommt, sind von den Regelungen, die die Staatskanzlei mit den Kirchen verabredet haben, gedeckt.

Weitere Empfehlungen der Landeskirche:

1. Konfirmandenarbeit
Im Interesse des Infektionsschutzes und der Kontaktreduzierung findet der Konfirmandenunterricht in physischer Präsenz bis zu den Weihnachtsferien nicht statt. Stattdessen sollen weiterhin digitale Formen gesucht und entsprechende Angebote gemacht werden. Exemplarisch wird auf die Möglichkeiten der KonApp hingewiesen. Auch das Pädagogische Institut hat einiges im Angebot. Insofern zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht abzusehen ist, wie sich das Pandemiegeschehen entwickelt, wird empfohlen, vor Ort Konzepte zur Fortführung der Konfirmandenarbeit in physischer und nichtphysischer Präsenz (weiter) zu entwickeln. Für Rückfragen und Fortbildungsangebote steht weiterhin Dr. Iris Keßner im Pädagogischen Institut zur Verfügung.

2. Angebote der Kinder- und Jugendhilfe sowie Selbsthilfegruppen
Angebote der Kinder- und Jugendhilfe sind nach § 7 Abs. 1 CoronaSchVO zulässig. Sie sollen in kirchlichen Räumlichkeiten unter Wahrung der Abstands- und Hygieneregeln bis zu einer maximalen Gruppengröße von 10 Personen wieder stattfinden können. Auch Angebote von Selbsthilfegruppen sind unter Wahrung der Abstands- und Hygieneregeln wieder möglich. Die Vorschriften zur Rückverfolgbarkeit sind zu beachten.

3. Offene Kirchen
In besonderer Weise empfehlen wir auch, die Möglichkeiten „Offener Kirchen“ als Angebote in den Kirchenkreisen und Kirchengemeinden zu nutzen. Nähere Informationen dazu, wie in Zeiten der Corona-Pandemie eine Kirchenöffnung möglich und durchführbar ist, finden Sie unter www.offene-kirchen.info. Für weitere Auskünfte und Beratung steht Ihnen Pfr. Andreas Isenburg im Institut für Gemeindeentwicklung und missionarische Dienste zur Verfügung.

4. Bestattungen
Für gottesdienstliche Bestattungen einschließlich der Grablegung und der Urnenbeisetzung ist das Abstandsgebot für nahe Angehörige unter der Voraussetzung der einfachen Rückverfolgung (Anwesenheitsliste) weiterhin aufgehoben. Die Maskenpflicht gilt sowohl in Innenräumen stets, unter freiem Himmel ab einer Teilnehmerzahl von 25 Personen. Eine absolute Begrenzung der Zahl der Trauergäste ist nicht festgelegt, sie kann sich jedoch aus dem Abstandsgebot und dem zur Verfügung stehenden Raum ergeben.

5. Gottesdienstbesuch bei ärztlicher Befreiung von der Maskenpflicht
Das Tragen von Schutzmasken ist zur Teilnahme an Gottesdiensten in Kirchen (und anderen Räumen) sowie unter freiem Himmel obligatorisch. Wer – auch aus medizinischen Gründen – keine Maske trägt, kann an Gottesdiensten nicht teilnehmen.

6. Seelsorge
Seelsorgliche Besuche in Krankenhäusern, in Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie Hausbesuche bleiben unter Berücksichtigung der entsprechenden Schutzvorkehrungen nach Maßgabe der CoronaSchutzVO zulässig (§ 5 Abs. 2).

Für Beratung rund um diese Fragen steht der Fachbereich Seelsorge gern zur Verfügung.

Fachbereich Seelsorge
im Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung
der Evangelischen Kirche von Westfalen
Iserlohner Str. 25 (Haus Villigst
58239 Schwert
Helga Wemhöner, kommissarische Fachbereichsleitung
helga.wemhoenerdontospamme@gowaway.institut-afw.de

7. Kirchenmusikalische Ausbildung
Ab dem 1. Dezember 2020 ist die Arbeit mit Jungbläserinnen und Jungbläsern (Einzelunterricht mit Abstand in geeignet großen Räumen) analog zur Praxis in den öffentlichen Musikschulen wieder möglich.

8. Angebote der Erwachsenenbildung, die nicht Ausbildungs- und berufsbezogene Aus- und Weiterbildungsangebote sind, können nur digital angeboten werden.
 
9. Sämtliche andere Veranstaltungen sowie Gruppen und Kreise finden bis einschließlich 20. Dezember 2020 nicht als Präsenzveranstaltungen statt. Auch die landeskirchlichen Tagungshäuser sind im Monat Dezember geschlossen.
 
10. Sitzungen großer Leitungsorgane sowie Kreissynoden finden im Monat Dezember digital statt. Dasselbe gilt für Presbyterien mit mehr als 20 Mitgliedern. Das Nähere regelt § 13 Abs. 2 Nr. 3 CoronaSchVO.

Empfehlungen der Evangelischen Kirche von Westfalen (30.10.2020)

Um die weitere Ausbreitung der Pandemie wirksam einzudämmen, gilt es, in den kommenden Wochen auch in der Kirche bekanntermaßen vor allem, Kontakte auf das Notwendigste zu beschränken und so weit wie möglich auf digitale Formate zu setzen. Nachdem die auf den Beschlüssen der Bundesregierung und der Ministerpräsidenten beruhende neue Corona-Schutzverordnung NRW vom 30. Oktober 2020 veröffentlicht wurde, geben wir folgende dringliche Empfehlungen für die Arbeit im Monat November: 

  1. Gottesdienste (einschließlich Kindergottesdienste) können weiterhin im Sinne eines Grundangebots als Präsenzveranstaltungen stattfinden. Bei der Durchführung ist die Umsetzung des gültigen Schutzkonzeptes zu gewährleisten (insbesondere Mund-Nase-Schutz, Mindestabstand, besondere Rückverfolgung mit Sitzplan, kein Gemeindegesang). Für die Gottesdienste am Ewigkeitssonntag wird es Hilfestellungen für die gottesdienstliche Praxis geben. Nicht stattfinden sollen Gottesdienste, die anlässlich von Jubiläen, Einführungen, Verabschiedungen und ähnlichen Gelegenheiten eine besondere Öffentlichkeit ansprechen und einladen. Grundsätzlich empfehlen wir, digitale Möglichkeiten der Teilnahme wieder verstärkt anzubieten, um die Zahl der physischen Kontakte möglichst einzuschränken. 
  1. Auf Festgottesdienste zu anderen Anlässen wie zum Beispiel Konfirmationen und Trauungen soll in der Zeit vom 2. bis zum 30. November ebenfalls verzichtet werden. Wo sie dennoch gefeiert werden, finden sie als geschlossene Veranstaltungen im kleinstmöglichen Rahmen und nicht als öffentliche Veranstaltung statt.
  1. Für gottesdienstliche Bestattungen einschließlich der Grablegung und der Urnenbeisetzung ist das Abstandsgebot für nahe Angehörige unter der Voraussetzung der einfachen Rückverfolgung (Anwesenheitsliste) weiterhin aufgehoben. Die Maskenpflicht gilt sowohl in Innenräumen stets, unter freiem Himmel ab einer Teilnehmerzahl von 25 Personen. Eine absolute Begrenzung der Zahl der Trauergäste ist nicht festgelegt, sie kann sich jedoch aus dem Abstandsgebot und dem zur Verfügung stehenden Raum ergeben. 
  1. Ensemble-, Chor- und Orchesterproben (Posaunenchöre etc.) finden bis einschließlich 30. November nicht statt. Auf Ensemble-, Chor- und Orchesteraufführungen (auch in Gottesdiensten) wird ab dem 2. November 2020 ebenfalls verzichtet. 
  1. Seelsorge ist von besonderer Bedeutung, auch in den kommenden Wochen. Auf der Grundlage der aktuellen Coronaschutzverordnung (§ 5 Abs. 2 und 3 sowie der Allgemeinverfügung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales, CoronaAVPflegeundBesuche) ist sie unter Berücksichtigung der entsprechenden Schutzvorkehrungen in Krankenhäusern und Altenpflegeeinrichtungen und bei Hausbesuchen weiter möglich. Dies schließt ausdrücklich die Begleitung Sterbender ein. 
  1. Konfirmandenarbeit findet in Präsenzform bis einschließlich 30. November 2020 nicht statt. Im Interesse der Kontaktpflege empfehlen wir dringend, digitale Wege der Konfirmandenarbeit zu beschreiten. Das Pädagogische Institut der EKvW bietet Fortbildungen zu digitalen Angeboten in der Konfirmandenarbeit an. 
  1. Angebote der Erwachsenenbildung, die nicht Ausbildungs- und berufsbezogene Aus- und Weiterbildungsangebote sind, können nur digital angeboten werden. 
  1. Sämtliche andere Veranstaltungen sowie Gruppen und Kreise finden bis einschließlich 30. November 2020 nicht als Präsenzveranstaltungen statt. Auch die landeskirchlichen Tagungshäuser sind im Monat November geschlossen. 
  1. Sitzungen großer Leitungsorgane sowie Kreissynoden finden im Monat November digital statt. Dasselbe gilt für Presbyterien mit mehr als 20 Mitgliedern. Das Nähere regelt § 13 Abs. 2 Nr. 3 CoronaSchVO.