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Musik, die Brücken baut |
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Mittwoch, 18. November 2009 |
Vielfältiges Programm zum 25-jährigen Jubiläum der TelefonSeelsorge Peter Stolle und Ulrike Wahre AB/Bad Oeynhausen. Vom ersten Takt an zog Ulrike Wahren die rund 250 Zuhörer in der Altstadt-Kirche in ihren Bann. Temperamentvoll und facettenreich gestaltete sie das Konzert immer im lebendigen Dialog mit dem Publikum.
„Am 15.3.1968 - da war ich gerade in der Pubertät und hätte wahrscheinlich auch so ein Telefon gebraucht – hat das Telefon zum ersten Mal bei der Telefonseelsorge geklingelt. Mittlerweile hat es 250.000 Mal geklingelt und es ist jedes Mal abgenommen worden,“ so die Sängerin zu Beginn ihres Konzertes. Sie möchte diese Einrichtung bekannt machen, denn das Beispiel von Robert Enke zeige, dass Menschen in Notsituationen jemanden brauchen, der ihnen zuhört, sie annimmt und Verständnis zeigt. „Nicht immer können die Mitarbeiter der TelefonSeelsorge Lösungen anbieten, aber sie können begleiten und Nähe geben.“ Und sang das schwedische Volkslied „Tanze, weine nicht. Das Leben ist manchmal wie es ist und es ist an uns es anzunehmen.“
Mit Größe und Klangschönheit setzte sie ihre wandlungsfähige Stimme ein, zeigte Einfühlsamkeit, Ausdrucksstärke und weiblichen Charme. Ob „Let there be love“ oder Eigenkompositionen wie „Kleine Leonie“, begleitet wurde sie von ihrem Ehemann dem Pianisten Peter Stolle. Virtuos, kontrast- und nuancenreich griff er in die Tasten. Im Wechsel sangen Ulrike Wahren und das Publikum „Jesus is on the mainline. Tell him what you want“ und „Oh, happy day“ und erfüllten den Kirchenraum mit Lebendigkeit. „Worte können zu Brücken und Brücken zu Wegen werden“, so die Künstlerin und stimmte „Like a brigde over trouble water“ von Simon & Garfunkel an.
Aber nicht nur Musik genossen die Zuhörer in der Altstadtkirche: Ulrike Wahren erzählte das Märchen "Die traurige Traurigkeit", wo sich Traurigkeit und Hoffnung begegnen und beschließen von nun an den Weg gemeinsam zu gehen, um einander zu stützen. Oder rezitierte einen Text von Dalai Lama. So schlug sie immer wieder die Brücke zur Arbeit der Telefonseelsorge und würdigte den unermüdlichen und oft schweren Einsatz der rund 75 ehrenamtlichen Mitarbeiter der TelefonSeelsorge Ost-Westfalen. Mit Gabrielas Song „Wie im Himmel“ endete der mitreißende Abend. Alles in allem genoss das Publikum zwei Stunden lang einen sinnlichen und musikalischen Hochgenuss, stehende Ovationen waren der Lohn für Ulrike Wahren und Peter Stolle. Petra Henning, Leiterin der TelefonSeelsorge Ost-Westfalen bedankte sich bei der Stiftung der Sparkasse Herford, die das Konzert ermöglicht habe: „So kommen die Eintrittsgelder der Arbeit der TelefonSeelsorge zugute. Damit können wir Fortbildungen und Materialien für unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter finanzieren“.
Siehe auch:
- Im Zeichen der Nacht
- Die Nacht hat viele Gesichter
- „Mit dem Herzen hören“
- Hier werden Sie gehört
- „Aus Worten können Wege werden“
- Sprechen gegen die Einsamkeit
- Ein Ohr am Puls der Zeit
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