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Was geschieht bei der Taufe? Drucken E-Mail
Mittwoch, 07 Mai 2008
Neue Orientierungshilfe der EKD vorgestellt
EKD/Berlin. Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat am Dienstag, 6. Mai, in Berlin eine Orientierungshilfe zu Verständnis und Praxis der Taufe in der evangelischen Kirche veröffentlicht. Der Vorsitzende des Rates der EKD, Bischof Dr. Wolfgang Huber, und der Vorsitzende der zu diesem Thema eingerichteten Ad-hoc-Kommission, Präsident Professor Dr. Christoph Markschies, haben den Text gemeinsam vorgestellt.

Der neue Text geht aus von den wachsenden Herausforderungen für das missionarische Handeln der Kirchen, er will "vor allem anderen Mut machen: Mut zu einer Erneuerung der Taufpraxis in den Gemeinden, Mut zur Einladung von Erwachsenen zur Taufe, Mut zur angemessenen Gestaltung der Taufe für alle Lebensalter, Mut auch zu einer verstärkten Tauferinnerungskultur", heißt es im Vorwort des Vorsitzenden des Rates der EKD.

Es ist das erklärte Ziel, den theologischen Gehalt der Taufe herauszuarbeiten. Dabei wird deutlich, dass die Taufe das Eingangstor zu einer Gemeinschaft der Christen ist, die immer größer ist als die unmittelbare gemeindliche Gegenwart, die tiefere Wurzeln stiftet als der gegenwärtige eigene Glaube und die eine Hoffnung wachsen lässt, die weiter reicht als das jeweils eigene Bild von der Zukunft.

Eine Darstellung des evangelischen Verständnisses und der evangelischen Praxis der Taufe versteht sich keineswegs als konfessionelle Engführung, sondern als Vergewisserung über die besonderen Gaben, die mit dem evangelischen Verständnis und der evangelischen Praxis der Taufe verbunden sind, für die Gemeinschaft aller Christen. Dafür sind – so wird in der Orientierungshilfe ausgeführt – drei Gesichtspunkte bestimmend:

1. Ein evangelisches Taufverständnis geht von den biblischen Grundlagen aus und hat sich an ihnen zu orientieren.

2. Ein evangelisches Taufverständnis würdigt die reformatorischen Weichenstellungen, ohne die Grundeinsichten der alten Kirche und damit der Gemeinschaft aller Christen zu vernachlässigen.

3. Ein evangelisches Taufverständnis wird die Elemente der Feier und ihrer Vorbereitung, die über die grundlegenden biblischen Elemente hinausführen, als das nehmen, was sie sind, nämlich menschliche Riten und Zeremonien, die der jeweiligen Situation und ihren Personen zugewandt sind.

Von daher benennt die Orientierungshilfe gleich einem Korridor die essentiellen Erkennungszeichen des evangelischen Taufverständnisses und der evangelischen Taufpraxis, lässt aber auch viel Raum für regionale, individuelle und familiäre Gesichtspunkte.

pdf-16x16.pngDownload der neuen EKD Schrift zur Taufe


Siehe auch:

  1. Erstmals Frau an der Spitze der EKD
  2. „Kirche sein heißt Kirche werden“
  3. Calvin neu entdeckt
  4. Gedenken an die Barmer Theologische Erklärung
  5. Luther 525
  6. Gewissen und Gewissenlosigkeit
  7. Der Ton des aufrechten Ganges
  8. Neue Theologische Beiträge
  9. „evangelisch Kirche sein“
  10. Vier Gastprediger in der Heilig-Geist-Kirche

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