Mitten im Ortskern von Gohfeld, das heute zur Stadt Löhne gehört, liegt die alte Kirche. Da der Name dieser ältesten Kirche von Gohfeld nicht mehr bekannt war, wurde sie 1985 Simeon-Kirche benannt. Von der Weihestraße aus gesehen steht sie wie auf einem kleinen Hügel, umgeben von Bäumen und einer Mauer. Diese fasst den alten Kirchplatz ein und unter den Bäumen waren früher die Gräber der Gohfelder zu finden. Ein paar erhaltene Grabsteine zeugen noch davon.
Hinter der Kirche schließt sich das Gemeindehaus an, ein Bau von 1913, der 1984 durch eine gründliche Renovierung den Notwendigkeiten heutiger Gemeindearbeit angepasst wurde. Ihm gegenüber liegt der Komplex des Eduard-Kuhlo-Heimes, des Alten- und Pflegeheimes der Kirchengemeinde.
Wenden wir uns der Geschichte der Gemeinde zu. Im Jahre 1035 kam Bischof Sigibert von Minden nach Jöllenbeck. So hieß Gohfeld ursprünglich als Ort an der Jollenbeeke, dem heutigen Sudbach, der durch Gohfeld fließt. Er weihte hier eine erste kleine Kirche. Es ist nicht auszumachen, ob Gohfeld schon damals eine selbständige Parochie (Gebiet einer Pfarrgemeinde) wurde; erst im 14. Jahrhundert ist ein selbständiges Kirchspiel Jöllenbeck urkundlich nachweisbar.