Home
Sitemap
Impressum
Gottesdienste
Kircheneintritt
Kontakt
   
Ev. Kirchenkreis Vlotho | Lennéstraße 3 | 32545 Bad Oeynhausen | Tel. 05731-1805-0
Startseite Startseite
Kirchengemeinden Kirchengemeinden
Kirchenkreis Kirchenkreis
Arbeitsfelder Arbeitsfelder
Veranstaltungen Veranstaltungen
Gottesdienste Gottesdienste
Stiftung Stiftung
Service Service
 
 
   
   Startseite arrow Archiv arrow 2006 arrow Bericht aus einer Krisenregion

Bericht aus einer Krisenregion Drucken E-Mail
Montag, 06 November 2006
Referent Clemens Ronnefeldt (5.von links)
Sto/Bad Oeynhausen. Für verstärkte Anstrengungen der internationalen Diplomatie im Konflikt um die Atomanlagen im Iran hat sich Clemens Ronnefeldt, Friedensreferent des Internationalen Versöhnungsbundes im Rahmen einer Vortragsveranstaltung im Dietrich-Bonhoeffer-Haus ausgesprochen.

Auf Einladung des Dekadekreises zur Überwindung von Gewalt im Evangelischen Kirchenkreis Vlotho und von „Forum Kirche“ der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Oeynhausen-Altstadt stellte Ronnefeldt Ursachen und Hintergründe der gegenwärtigen Konfliktlage um den Iran dar.

Der Theologe und Philosoph Ronnefeldt hatte im vergangenen Jahr als einziger Europäer mit einer 19-köpfigen internationalen Delegation den Iran besucht und berichtete zunächst über seine Eindrücke aus dem riesigen Land, das eine Brücke zwischen der arabischen Welt und dem indischen Subkontinent darstellt.

Neben den großen Städten Esfahan, Shiraz, und Qom und der Hauptstadt Teheran besuchte die Delegation auch ländliche Gebiete. Die Delegation kam auch mit verschiedenen religiösen Minderheiten wie armenischen Christen und Juden zusammen.

„Auf unserer zehntägigen Reise durch den Iran waren wir überall herzlich willkommene Gäste und konnten die großartige Gastfreundschaft der iranischen Bevölkerung kennenlernen“, so Ronnefeldt. „Wo wir auftauchten, waren wir sofort von Menschen umringt, die mit uns ins Gespräch kommen wollten“.

Insbesondere im studentischen Milieu werde der neue iranische Präsident und seine israelfeindlichen Äußerungen heftig abgelehnt. Bei einer abendlichen Sendung von BBC, die während des Aufenthaltes im ganzen Land zu sehen war, wurden Studierende interviewt, die sagten: Wir haben zu lange zu hart gekämpft für unsere Freiheiten, um zum alten System zurück zu kehren. Einem Mullah wurde im Tumult der Turban vom Kopf gerissen.

Die Präsidenten-Wahl vom Sommer 2005 mit den Kandidaten Ahmadineschad und Rafsanjani bezeichneten einige als Entscheidung zwischen Pest und Cholera. Der Milliardär Rafsanjani sei vielen suspekt gewesen, weil er die Interessen Irans an den Westen zu verkaufen drohte.

Nach neun Tagen intensiver Begegnungen hatte die Delegation nicht den Eindruck, dass Präsident Ahmadineschad die Bevölkerung im Iran repräsentiert.

Um im aktuellen Konflikt um das iranische Atomprogramm die verhärteten Fronten aufzubrechen, scheint eine Nichtangriffsgarantie der USA und Israels gegenüber Iran äußerst wichtig, um das von US-Truppen umzingelte Land zu Zugeständnissen zu bewegen.

Nach dem Vortrag gab es eine angeregte Aussprache.


Siehe auch:

  1. Ein Kämpfer für eine menschlichere Welt
  2. Rupert Neudeck zu Gast in Bad Oeynhausen
  3. 60 Jahre Menschenrechte und Grundgesetz
  4. „Frieden riskieren“
  5. Wo bleibt die Menschenwürde?
  6. Ökumenische Friedensdekade mit Andachten
  7. Volkstrauertag
  8. Gewalt-Deeskalation
  9. „Und raus bist du“
  10. Krieg gegen den Iran?