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Vom Leben der Frauen in Tansania |
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Mittwoch, 26. Mai 2010 |
Besucherinnen aus Tambarare beim Vorstand der Frauenhilfe Sto/Bad Oeynhausen-Oberbecksen. Über das Leben in den Kirchengemeinden und ihren Alltag berichteten die zwei Frauen der vierköpfigen Besucherdelegation aus dem Partnerkirchenkreis Tambarare in Tansania beim Treffen der Leiterinnen der Evangelischen Frauenhilfe im Kirchenkreis Vlotho im Gemeindehaus Babbenhausen-Oberbecksen.
„Viele Frauen bestreiten mit ihrer Arbeit einen wesentlichen Anteil zum Lebensunterhalt der Familien“, so Nterindwa Zephania Mtaita aus Korogwe. Die 58jährige Mutter von fünf Kindern arbeitet als Grundschullehrerin und ist mit einem Lehrer verheiratet. „Der Tag beginnt damit, dass man erst mal Holz suchen und sammeln muss, um ein Feuer zu machen, damit man Tee zubereiten kann.
Die Zubereitung der Mahlzeiten ist ebenfalls Frauensache“, fügt der Gast aus Tambarare hinzu . Sehr viele Frauen arbeiten in der Landwirtschaft, (Ackerbau oder Geflügelaufzucht) oder betreiben kleine Werkstätten, in denen genäht wird. Viele der Frauen engagieren sich auch ehrenamtlich in den Kirchengemeinden, reinigen die Gottesdiensträume und leiten auch die Gottesdienste, denn es gibt nicht genügend Pastoren für die wachsenden Gemeinden. Als Beispiel für die Handwerksarbeit der Frauen in Tambarare übergeben die beiden Referentinnen der Vorstandsssprecherin Gudrun Bremme ein besticktes Tuch mit dem Symbol der Partnerschaft. Auch die jüngere Generation der Frauen, in der Delegation vertreten durch Helena Abrahamu Mtegwa (36), muss hart arbeiten, um den Lebensunterhalt für die Familie zu sichern. Die 36jährige Landwirtin ist Mutter von sechs Kindern, von denen das älteste bereits 19 Jahre alt ist. In ihrem Dorf werde hauptsächlich Mais und Maniok angebaut, so Helena Mtegwa. „Wir haben aber auch begonnen, Apfelsinen anzubauen. Sie sind biologisch angebaut und schmecken sehr gut“. Was die Zuhörerinnen im Gemeindehaus Oberbecksen besonders beeindruckt, ist die Fröhlichkeit und die spontane Musikalität, mit der die beiden Gäste den Bericht aus Tansania mit einem Lied bereichern: „Wir haben in den Gemeinden auch viele Chöre. Einige haben schon CDs mit ihren Liedern aufgenommen“, so Helena Mtegwa.
Siehe auch:
- Kleiner Platz bekommt einen Namen
- Tambarare-Straße in Vlotho
- „Bwana Yesu asifiwe!“
- Trauer in Tambarare
- »Kwaheri« heißt Auf Wiedersehen
- Besuch aus Afrika
- Afrika im Blick
- Ein Dach für die Kirche
- Dank aus Tansania
- Bwana Yesu asifiwe
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