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Die Kirche soll im Dorf bleiben Drucken E-Mail
Montag, 22 Februar 2010
Kirchengemeinde Uffeln hat große Pläne
Pfarrerin Renate Wefers
RL/Vlotho. Die Kirchengemeinde Uffeln will von der Stadt Vlotho das Kirchengebäude und den Friedhof übernehmen. Damit sollen die rund 15.000 Euro Miete gespart werden, die bisher von der Gemeinde jährlich an die Stadt entrichtet werden. Für Renovierung und Umgestaltung will man 500.000 Euro ausgeben. In einer Gemeindeversammlung im voll besetzten Gemeindehaus in Vlotho-Uffeln wurden nun Einzelheiten der gespannten Öffentlichkeit vorgestellt. Uffelns Pfarrerin Renate Wefers stimmte als Bäckerin mit Schürze, Küchenwaage und Nudelholz symbolisch in die Versammlung ein: „Wir müssen sehen, dass wir es gebacken bekommen.“

Mit der derzeit gezahlten Jahresmiete sei auf Dauer eine Finanzierung des ehrgeizigen Vorhabens möglich, berichteten die mit diesen Fragen vom Presbyterium beauftragten Vertreter des Bauausschusses Friedrich Distelhost und Gerhard Schröder. Als Mitglieder in der Projektgruppe Gemeindekonzeption hatten sie sich in den vergangenen Monaten mit diesem Teilbereich beschäftigt.

Im voll besetzten Gemeindehaus erfuhren die Uffelner etwas über die Zukunftspläne ihrer Kirchengemeinde.

„Ist die Kirche hier im Dorf nur das Sahnehäubchen, eine Location für Trauungen, oder ist sie etwas Lebensnotwendiges?“, fragte Gemeindepastorin Renate Wefers und gab auch gleich die Antwort: „Sie alle, die Sie gekommen sind, wissen, dass es um etwas Lebensnotwendiges geht.“ Ebenso liest es sich in der auf der Versammlung vorgelegten Gemeindekonzeption: „Die Gemeinde braucht einen sichtbaren Ort. Wir übernehmen die Verantwortung für das Kirchengebäude, in dem seit 1972 Gottesdienste gefeiert, Kinder getauft und Jugendliche konfirmiert werden und für den Ort, an dem unsere Toten begraben sind.“ Superintendent Andreas Huneke, der die Versammlung leitete, sah gute Gründe für die Verwirklichung der Uffelner Pläne.

Bei der geplanten Übernahme des Friedhofes könnten nach ersten Berechnungen des Presbyteriums die Gebühren um bis zu 20% gesenkt werden. Gerhard Schröder berichtete, dass die Stadt Vlotho nach seinen Informationen bis 2013 keine Investitionen in Kirche und Friedhof eingeplant habe. Die Stadt stelle sich auf den Standpunkt, lediglich eine Kapelle für ihren Friedhof zu unterhalten. Einzige denkbare Alternative zum Kauf wäre für die Kirchengemeinde die Erweiterung des Gemeindehauses. Auch hierfür sollen in den nächsten Wochen die Kosten ermittelt werden.

Neben dem brisanten Thema des Gottesdienstortes ging es bei dem Treffen auch um Pläne zum Umgang mit jungen Menschen. Iris John, Leiterin des Kindergartens, und Birgit Wilkening vom Frauentreff stellten dazu das Konzept vor. Erfreut und überrascht" zeigte sich der Superintendent nach der Präsentation. Es sei bereits eine Menge seit der Gründung vor einem Jahr geschafft, lobte er die Arbeitsgruppe. Einen wesentlichen Anteil an den Renovierungsarbeiten im Kindergartengebäude (ebenfalls Eigentum der Stadt Vlotho) habe der Kindergarten-Förderverein "Hamsterbande". "Seit der uns unterstützt, gaben sich die Handwerker die Klinke in die Hand", so die Kindergartenleiterin Iris John. Längst überfällige Ausbesserungsarbeiten seien vorgenommen worden, etwa die Installation von warmem Wasser in den Waschräumen. Auch das Dach ließ man sanieren und den Eingangsbereich drainieren.



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