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Westfalen
Annette Kurschus neue Präses der Landeskirche Drucken E-Mail
Mittwoch, 16. November 2011
Mit großer Mehrheit gewählt
EKvW/Bielefeld. Annette Kurschus (48) wird neue Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW). Damit steht künftig zum ersten Mal eine Frau an der Spitze der westfälischen Landeskirche. Mit großer Mehrheit entschieden sich die 186 stimmberechtigten Mitglieder der Westfälischen Landessynode am Mittwochmorgen für Annette Kurschus, die seit 2005 Superintendentin des Kirchenkreises Siegen ist.

Sie erhielt 143 von 182 abgegebenen Stimmen. Auf ihre Gegenkandidatin, die leitende Pfarrerin der Westfälischen Frauenhilfe e.V. Angelika Weigt-Blätgen (56), entfielen 27 Stimmen. Es gab 12 Enthaltungen. Am 4. März 2012 wird Annette Kurschus mit einem Festgottesdienst in das Präsesamt eingeführt. Sie wird Nachfolgerin von Präses Alfred Buß (64), der nach achtjähriger Amtszeit in den Ruhestand geht. Annette Kurschus, am 14.2.1963 in Rotenburg an der Fulda geboren, ist im hessischen Obersuhl und in Siegen aufgewachsen. Nach dem Abitur 1982 in Siegen studierte sie kurz Medizin und wechselte dann zur Evangelischen Theologie.
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Nicht nachlassen im Bestreben nach Einheit Drucken E-Mail
Montag, 14. November 2011
Präses Buß: Evangelische Kirche ist die reformierte katholische Kirche
Präses Alfred Buß auf der Landessynode 2011 in Bielefeld
EKvW/Bielefeld. Die evangelische Kirche versteht sich als die katholische Kirche, die vor 500 Jahren durch die Reformation gegangen ist. Das hat Präses Alfred Buß am Montag (14.11.) in Bielefeld unterstrichen. Vor der Synode der Evangelischen Kirche von Westfalen sagte der leitende Theologe, die Protestanten würden nicht nachlassen, „die von Christus vorgegebene Einheit der Kirche zu suchen.

In seinem Grundsatzbericht vor dem „Kirchenparlament, das noch bis Freitag tagt, gab der Präses eine nüchterne Einschätzung der ökumenischen Situation: „Eine größere Nähe mit der römisch-katholischen Kirche ist in absehbarer Zeit nicht wahrscheinlich. Auch die gleichberechtigte Beteiligung von Frauen am geistlichen Amt werde wohl kein Thema sein. Trotzdem, so forderte Buß, „muss die immer neue Hinwendung zu Christus unseren ökumenischen Weg bestimmen.
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An was glaubst du denn? Drucken E-Mail
Freitag, 1. Juli 2011
Amt für Jugendarbeit erforscht Jugendspiritualität
Laut Jugendstudien sind Jugendliche sehr wohl spirituell. Aber was genau heißt das und wie lässt sich das beschreiben und für die praktische Arbeit nutzbar machen?
EKVW/Schwerte. An was glauben die Jugendlichen von heute? Jugendstudien, die darauf eine Antwort geben wollen, gibt es viele. Wie aussagekräftig diese Studien aber für die praktische Arbeit sind und wie genau es mit "dem Glauben" in Westfalen aussieht, kann man nicht sagen.

Das Amt für Jugendarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen möchte dies jetzt genau wissen. In Zusammenarbeit mit dem Institut Empirica in Marburg wurde ein Fragebogen für 14- bis 19-jährige entwickelt, der ab jetzt auf Papier und online ausgefüllt werden kann. Ein Mangel bei den bislang vorliegenden Forschungen zum Thema Jugendspiritualität liegt bereits in der Formulierung der Fragen, die die Jugendlichen beantworten sollen. Häufig können Jugendliche Worte wie "religiös" oder "spirituell" nicht auf ihre Lebensrealität übertragen und mit Inhalt füllen.
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Ostern schenkt Gewissheit Drucken E-Mail
Donnerstag, 21. April 2011
Präses Buß zum Osterfest 2011
Präses Dr. Alfred Buß
EKvW/Bielefeld. Resignation und Trauer werden überwunden - die Hoffnung siegt: das ist die Botschaft des Osterfestes. Auf die Dunkelheit des Sterbens Jesu am Karfreitag folgt das Licht der Auferstehung. Angesichts globaler Katastrophen, so Präses Alfred Buß, sei es nicht leicht, zuversichtlich nach vorne zu blicken. Doch der leitende Theologe der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) verwies zu Ostern 2011 auf die Kraft des christlichen Glaubens:

„Mit der Auferstehung Jesu hatte keiner gerechnet. Das zeigen die Ostererzählungen der Bibel unverblümt. Seit Karfreitag war alle Hoffnung verfault. Der Schrecken, das Nichtige, der Tod hatte gesiegt. Die Liebe war niedergeschrieen und kaputtgemacht worden. Alles Furchtbare der Welt war über die Anhängerschar Jesu hereingebrochen. Das leere Grab steigerte noch den Schrecken. Ängstlich verstört sahen die Jünger ins Bodenlose. Vielleicht lohnt sich ja alles gar nicht. Das Leben und die Welt lagen in trübem Licht, sinnlos, ohne Ausgang. Solcher Schrecken kann auch uns überfallen. Er drückt auf die Brust, beklemmend eng. Auch zu Ostern 2011. Die heimlich-unheimliche Katastrophenangst ist wieder da. Fukushima ist ein Fanal menschlicher Selbstüberhebung. Die unsichtbare tödliche Strahlung schürt die Ahnung, das Leben könne enden im Nichtigen und Nichts. Zynismus und Resignation sagen: So sind die Dinge eben. Mehr ist nicht zu erwarten. Und: Was tot ist, ist tot.
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Ausschreibungsfrist für das „Salzkorn“ läuft Drucken E-Mail
Mittwoch, 26. Januar 2011
Förderpreis der Landeskirche für gesellschaftspolitisches Engagement
EKvW/Bielefeld. Die Ausschreibungsfrist für „Das Salzkorn 2011 - Förderpreis für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung der Evangelischen Kirche von Westfalen" läuft: Bis zum 15. März 2011 nimmt das Landeskirchenamt in Bielefeld Vorschläge von Gruppen und Initiativen entgegen, die sich ehrenamtlich für Gerechtigkeit, Frieden und Umweltschutz engagieren.

Mit dem Förderpreis werden bereits seit 1994 regelmäßig Gruppen aus den folgenden Bereichen ausgezeichnet: Gerechtigkeit/Eine Welt - Frieden / Versöhnung - Ökologie / Schöpfungsverantwortung / Lebensstil. Die westfälische Kirche will mit dem „Salzkorn", das mit insgesamt 3.000 Euro dotiert ist, vor allem die Vielfalt gesellschaftspolitischen Engagements würdigen und in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rücken. Eine von der Kirchenleitung eingesetzte Jury hat die Aufgabe, aus den Vorschlägen eine Auswahl für die Preisvergabe vorzunehmen, die Entscheidung trifft die Kirchenleitung. Im Rahmen dieses Verfahren erfolgt durch einzelne Jurymitglieder ein Besuch bei den Vorgeschlagenen, um im persönlichen Gespräch die Arbeit detailliert kennen zu lernen.
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